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Donnerstag, 25. Februar 2021

Rechtliche Grundlagen und Finanzierung beim Immobilienkauf

Als EU-Bürger, der in der Schweiz gemeldet ist, ist man rechtlich einem Schweizer Bürger defacto gleichgestellt und kann ohne Weiteres Grund und Immobilien erwerben und verkaufen. Da der Kaufpreis in der Regel nicht ohne Kredit gestemmt werden kann, sollten die Bedingungen der Kreditinstitute genau verglichen werden. Üblich ist eine 20-Prozent-Finanzierung. Dabei bringt der Käufer 20 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital mit und nimmt einen Kredit über die restlichen 80 Prozent auf, während die Immobilie bei der Bank als Sicherheit fungiert.

Anders als in Deutschland wird zum Eigenkapitalanteil nicht nur frei verfügbares Erspartes gezählt. Zur Hälfte kann der Eigenbetrag beispielsweise auch aus Rücklagen zur Altersversorgung bestehen. Quelle: Immowelt

Dienstag, 23. Februar 2021

Schweizer Mietrecht

Zwischen dem Schweizer und dem deutschen Mietrecht  gibt es einige Unterschiede, wie etwa die Schlichtungsinstitutionen, die Schlichtungsbehörden genannt werden. Vereinfach gesagt, klagen Deutsche eher, während Schweizer auf eine gütliche Einigung aus sind. Die kantonalen Schlichtungsbehörden erfüllen hierbei den Zweck, bei Uneinigkeiten zwischen Mietern und Vermietern zu vermitteln, um ein aufwändiges Rechtsverfahren zu vermeiden. Sie können aber auch für allgemeine Fragen zum Mietrecht kontaktiert werden.

Auch das Kündigungsrecht hält einige Besonderheiten parat. So müssen Vermieter schriftlich kündigen und hierbei ein kantonal genehmigtes Formular verwenden. Der Mieter hat dabei auch das Recht, den Grund der Kündigung – etwa Eigenbedarf – zu erfahren.

Kündigt ein Mieter, muss ebenfalls fristgerecht und schriftlich, am besten per Anschreiben, gekündigt werden. In der Regel beträgt die Kündigungsfrist 3 Monate. Allerdings müssen dabei meist auch Kündigungstermine beachtet werden. Diese sind kantonal vorgegeben oder werden im Mietvertrag zwischen Mieter und Vermieter vereinbart. Ein Mieter kann in der Regel viermal pro Jahr an einem dieser Kündigungstermine mit einer Frist von drei Monaten kündigen. Dadurch sind eine Kündigung und die Neuanmietung einer anderen Immobilie deutlich unflexibler als in Deutschland. Anders als in Deutschland haben Mieter jedoch ein Vorschlagsrecht für einen Nachmieter. Dieser muss zahlungsfähig sein und den ursprünglichen Mietvertrag unverändert übernehmen. Der Vermieter hat nach erfolgtem Vorschlag 30 Tage Zeit, um die Solvenz des Nachmieters zu überprüfen. Quelle: ImmoWelt

Donnerstag, 18. Februar 2021

Günstigere Wohnkosten für Wohneigentum

Günstigere Wohnkosten als Hauptargument für Wohneigentum. Gefragt nach den Gründen für den Kauf von Wohneigentum, sind es bei fast der Hälfte der Befragten die günstigeren Wohnkosten, wobei dieser Grund mit zunehmendem Alter weniger  häufig  genannt  wird.  In  der  Deutschschweiz  werden  das  langfristige  Zuhause  (35 % D-CH vs. 25 % W-CH) und die Erfüllung eines Lebenstraumes (28 % vs. 18 %) höher gewertet, in der Westschweiz hingegen ist vor allem die Unabhängigkeit vom Vermieter (41 % W-CH vs. 35 % D-CH) ein wichtiges Argument. Quelle: Wohntraumstudie

Dienstag, 16. Februar 2021

Ländliche Wohnumgebung gefragt

Knapp die Hälfte der Bevölkerung wünscht sich eine ländliche Wohnumgebung 45 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer wünschen sich eine ländliche Wohnumgebung.  Das  sind  vier  Prozent  mehr,  als  bereits  heute  auf  dem  Land  wohnen.  Diese  vier  Prozent sind zurzeit noch in einer städtischen Wohnumgebung zuhause. 32 Prozent der Befragten wohnen in der Agglomeration, was gleichzeitig auch der präferierten Wohnumgebung entspricht.Die  Mietenden  verzeichnen  mit  ihrem  Wunsch  nach  Veränderung  die  grössere  Abweichung zur aktuellen Wohnumgebung als die Eigentümerschaft. Acht Prozent der Mieten-den möchten aus der Stadt raus. Fünf Prozent davon aufs Land und drei in die Agglomeration.  Betrachtet  man  die  Altersgruppen,  haben  insbesondere  die  25-  bis  30-Jährigen  (34  %  Realität  vs.  41  %  Wunsch)  und  die  61-  bis  65-Jährigen  (45  %  vs.  50  %)  den  Wunsch,  aufs Land zu ziehen. In der Westschweiz (34 % vs. 40 %) ist der Wunsch zudem markant verbreiteter als in der Deutschschweiz (44 % vs. 47 %) Quelle: Wohntraumstudie

Donnerstag, 11. Februar 2021

Rechtskommission des Nationalrats will Grundstückspreise schützen

Um Grundstückspreise zu schützen, soll die «Lex Koller» kurzfristig angepasst werden. Die Initiative geht nun an die Rechtskommission des Ständerats.

  • Die Rechtskommission des Nationalrats will Grundstückspreise schützen.
  • In der Folge soll der «Lex Koller» befristet angepasst werden.
  • Die Initiative geht nun an die Rechtskommission des Ständerats.

Die Rechtskommission des Nationalrats (RK-N) befürchtet, dass die Grundstückspreise wegen der Corona-Krise unter Druck geraten. Um dies zu verhindern, will sie die «Lex Koller» befristet anpassen.

In Not geratene Unternehmen sollen ihre Betriebsliegenschaften nicht günstig an ausländische Privatpersonen oder Unternehmen verkaufen müssen. Um dies zu verhindern, will die zuständige Nationalratskommission die «Lex Koller» in der Corona-Pandemie befristet anpassen.

Die Kommission hat mit 22 zu 0 Stimmen bei 2 Enthaltungen eine entsprechende parlamentarische Initiative beschlossen. Dies teilten die Parlamentsdienste am Freitag mit. Die Initiative geht an die Rechtskommission des Ständerats. Quelle: www.nau.ch

Dienstag, 9. Februar 2021

Schweizer Immobilienanlagen überdurchschnittlich beständig

Zahlreiche institutionelle und private Investoren  suchten  derzeit  nach  attraktiven Anlagemöglichkeiten –  wobei  sich  wie  oft  in  Krisenzeiten  die  Nachfrage  vermehrt  auf  das  Core-Segment in Begleitung von lang laufenden  Mietverträgen   mit   Mietern   der  öffentlichen  Hand  oder  von  krisenresistenten   Branchen  konzentriere.  «Die  Schweizer  Flächen-  und  Investitionsmärkte  bewiesen  selbst  in Zeiten mit hoher Unsicherheit einmal  mehr  ihre  Stabilität  und  Widerstandsfähigkeit»,   kommentiert   Jan   Eckert, CEO Schweiz und Head Capital  Markets  Germany,  Austria,  Switzerland   bei   JLL,   die   Entwicklung.   «Der  Wirtschaftseinbruch  hat  zwar  Spuren  hinterlassen.  Gerade  im  internationalen  Vergleich  haben  sich  die Schweizer Immobilienanlagen jedoch überdurchschnittlich beständig gezeigt  und  sind  ihrem  Ruf  als  ‹sicherer Hafen› gerecht geworden. Quelle: www.immobilienbusiness.ch

Donnerstag, 4. Februar 2021

Schweizer Immobilienmarkt: Immobilienpreise stabil

Die Schweizer Volkswirtschaft erwies sich im Corona-Jahr robuster als die vieler anderer Länder und auch der Schweizer Immobilienmarkt wurde einmal mehr seinem Ruf als «sicherer Hafen» gerecht. Auf den Transaktionsmärkten kam es 2020 bedingt durch die Covid-19-Pandemie und Lockdowns allenfalls zu Verzögerungen. Das Transaktionsvolumen blieb in etwa auf der Höhe des Vorjahres, auch das Preisniveau blieb stabil. Anders sieht es auf den Vermietungsmärkten aus: Abgesehen vom Wohnimmobilienmarkt in Zentrumslagen und dem Bürosegment in den CBDs der grösseren Städte, harzten die Vermietungsmärkte – wie in einer Rezession nicht anders zu erwarten. Doch mit der Verfügbarkeit von Impfstoffen gegen die neuartigen Corona-Viren zeichnet sich ein Ende der Pandemie ab – und so hat das neue Jahr wirtschaftlich gesehen mit Optimismus begonnen: Ökonomen gehen aufgrund der absehbaren Eindämmung der Pandemie von einem starken und raschen Konjunkturaufschwung aus. Behalten sie mit ihrer Einschätzung recht, dürfte dies über kurz oder lang auch zu sinkenden Leerstandsquoten führen. Mit ein Grund, weshalb Immobilienprofessionals die Schweiz jüngsten Umfragen zufolge auch 2021 als einen «attraktiven bis sehr attraktiven Immobilienmarkt» einschätzen. Quelle: Immobilienbrief/B.Wüst

Dienstag, 2. Februar 2021

Rege Nachfrage nach Einfamilienhäusern

Gemäss  den  Erhebungen  der FPRE Fahrländer Partner Raumentwicklung  AG  sind  die  Preise  für  Eigentumswohnungen  im  4.  Quartal  2020  im  Vergleich  zum  Vorquartal  um 1,7 Prozent gestiegen. Dabei hätten   alle   Preissegmente   in   einem   ähnlichen  Rahmen  zulegen  können,  stellen die FPRE-Researcher fest.Preise für Luxusimmobilien steigen wieder Besonders  hervorzuheben  sei  dabei  der  Anstieg  von  1,9  Prozent  im  Luxussegment,  zumal  dort  in  den  beiden  Vorquartalen  mit  einem  Preisrückgang  von  insgesamt  -5,9  Prozent deutliche Bremsspuren  erkennbar waren. Über das Gesamtjahr 2020 betrachtet, seien die Preise im   gehobenen   Segment   praktisch   stabil  geblieben  (-0,5%  zum  Vorjahresquartal),    während    das    untere    (+5,4%)     und     mittlere     Segment     (+5,9%)  landesweit  weiter  zulegten.  Noch  deutlicher  ist  der  Anstieg  im  abgelaufenen Jahr bei den Einfamilienhäusern  ausgefallen,  wo  der  entsprechende   Index   von   Fahrländer   Partner im Vergleich zum Vorjahresquartal  um  7,1  Prozent  zulegte.  Allein  im  4.  Quartal  betrug  der  Zuwachs 2,0 Prozent.
Nachfrage bleibt auch in der Coronakrise stabil 2020  verzeichnen  alle  acht  Grossregionen der Schweiz steigende Preise bei den Einfamilienhäusern im mittleren Segment. Am deutlichsten war dabei die Steigerung in den Regionen Zürich   (+9,3%),   Mittelland   (+8,6%)   und Genfersee (+7,4%), während der Zuwachs  in  der  Südschweiz  (+3,0)  und  im  Alpenraum  (+4,8%)  moderater ausfiel. Die   Wohneigentumspreise   setzten   2020  ihren  Anstieg  somit  weiter  fort  und   Ängste,   wonach   die   laufende   Krise    den    Immobilienmarkt    zum    Stillstand bringen würde, hätten sich nicht  bestätigt,  kommentiert  Stefan  Fahrländer, CEO von FPRE, die aktuelle  Lage  am  Immobilienmarkt:  «Es  existiert   nach   wie   vor   eine   rege   Nachfrage  nach  Einfamilienhäusern  und   Eigentumswohnungen.»   Auch   die  zweite  Welle  der  Covid-19-Pandemie   habe   den   Wohneigentumsmarkt  in  der  Schweiz  nicht  zum  Erliegen gebracht.Leicht steigende Preise im laufenden Jahr erwartetFür das laufende Jahr gehen die Experten  von  Fahrländer  Partner  von  stabilen  bis  leicht  steigenden  Preisen  bei  Eigentumswohnungen  und  von  einer  Fortsetzung  des  Preisanstiegs  bei  Einfamilienhäusern  aus,  wobei  sich  der  Aufwärtstrend  eher  abschwächen dürfte. 

Quelle: www.immobilienbusiness.ch

Donnerstag, 28. Januar 2021

Preise am Wohnungsmarkt sinken kaum spürbar

Wenngleich viele Auswirkungen der Coronavirus-Krise noch nicht absehbar sind, lässt sich eines mit Sicherheit folgern: Das Negativzinsumfeld dürfte nun noch länger Bestand haben. Die damit auf lange Sicht sehr tief bleibenden Hypothekarzinsen stützen die Preise von Wohneigentum. Diese dürften daher von der Krise nur geringfügig tangiert werden, auch wenn die Anzahl Transaktionen vorübergehend stark zurückgehen dürfte. Ebenfalls preisstützend wirkt die seit Jahren niedrige Bautätigkeit. Stellenweise herrschte daher bis vor Kurzem Knappheit auf dem Wohneigentumsmarkt.

Nach Abebben der Pandemie dürfte der Markt für Wohneigentum relativ rasch wieder zum Vorkrisenzustand zurückkehren – mit Ausnahme des Luxussegments. Letzteres dürfte die Folgen der Corona-Krise länger zu spüren bekommen.Quelle: www.credit-suisse.com

Dienstag, 26. Januar 2021

Schweizer Wohnungsmarkt: Eigentum günstiger als Mieten

Trotz immer wieder aufkommenden Befürchtungen über einen Crash: Der Schweizer Wohnungsmarkt ist ein stabiler Anker des Immobilienmarkts. Die Credit-Suisse rechnet in keiner Weise mit einer Verkaufswelle von Eigentumsobjekten. Denn dank niedriger Hypothekarzinsen ist Eigentum aktuell günstiger als Mieten. Zudem dürfte die vom Bundesrat beschlossene Nothilfe Einkommensausfälle erheblich abmindern.

Auch im Hypothekarbereich rechnen die Credit-Suisse mit einer relativ stabilen Lage – und schliessen einen grösseren Anstieg der Zahlungsausfälle aus. Dies aufgrund der seit Jahren tiefen Hypothekarzinsbelastung und der mehrfach verschärften Finanzierungsanforderungen. Konkret bedeutet das: Für einen Grossteil der Eigentümer dürften vorübergehend reduzierte Einnahmen keine Finanzierungsprobleme bei der Hypothekarschuld darstellen. Quelle: www.credit-suisse.com

 

Donnerstag, 21. Januar 2021

Hypothek zurückzahlen

Wichtig zu wissen: Nicht alle Hypothekarnehmer können ihre Hypothek freiwillig zurückzahlen. Die Rückzahlung der ersten Hypothek kann bei einer Festhypothek nur nach Laufzeitende ohne Vorfälligkeitsgebühr vorgenommen werden oder wenn beim Abschluss eine jährliche Amortisation vereinbart wurde. Bei einer variablen Hypothek ist eine Rückzahlung jederzeit möglich. Auch Libor- bzw. Saron-Hypotheken sind in Bezug auf die Rückzahlung relativ flexibel.

Die Kreditgeber unterscheiden grundsätzlich zwischen der freiwilligen Rückzahlung einer ersten Hypothek und der Amortisationspflicht bei einer zweiten Hypothek. Eine mit 80% belehnte Immobilie bzw. eine zweite Hypothek muss innert 15 Jahren beziehungsweise bis zum Erreichen des 65. Lebensjahrs getilgt werden. Auch nach der Pensionierung dürfen die kalkulatorisch berechneten Wohnkosten maximal einen Drittel des (Renten-)Einkommens ausmachen. Stellt eine Bank zum Beispiel fest, dass die kalkulierte Kredit-Tragbarkeit bei Pensionären wegen gesunkenen Einkommens nicht mehr gegeben ist, kann sie Kreditrückzahlungen verlangen. Quelle: www.nzz.ch

Dienstag, 19. Januar 2021

Preise und Mieten für Wohnimmobilien steigen im Corona-Jahr

Die Corona-Krise hat dem Schweizer Immobilienmarkt ihren Stempel aufgedrückt. Gemäss dem Swiss Real Estate Offer Index von ImmoScout24 und der IAZI AG sind 2020 sowohl die Preise für Wohneigentum als auch die Mieten gestiegen.

 

Das Krisenjahr 2020 hinterlässt tiefe Spuren auf dem Immobilienmarkt. Dabei ist es nicht wie anfänglich befürchtet zu einem Preiseinbruch gekommen – im Gegenteil: Die in Inseraten ausgeschriebenen Eigenheimpreise sind stark gestiegen. Einfamilienhäuser werden per Ende 2020 zu 5,6% höheren Summen angeboten als zu Jahresbeginn. Bei den Eigentumswohnungen liegt die Steigerung mit 5,5% praktisch ebenso hoch. Dies zeigen die neusten Zahlen des Swiss Real Estate Offer Index, der von ImmoScout24 in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI AG erhoben wird.

Im Auf und Ab der Corona-Pandemie kannten die Preise für Wohneigentum also nur eine Richtung – nach oben.  Corona habe viele Menschen dazu gebracht, ihre Wohnsituation zu überdenken, so Martin Waeber, Managing Director von ImmoScout24. «In den meisten Fällen mit eindeutigem Resultat: Der Wunsch nach mehr Raum, mehr Wohnfläche, wenn möglich im Eigentum». Die Preise zeigen entsprechend Aufwärtsdruck.

Dies betrifft nicht nur den Eigenheimmarkt, sondern auch die Wohnungsmieten. Diese sind im Verlauf des Jahres 2020 im Landesmittel um 1,1% gestiegen. Zu diesem Anstieg besonders beigetragen hat die Genferseeregion, in der die Angebotsmieten im Jahresverlauf um 2,5% zugelegt haben. Auch die Grossregion Zürich (+1,2%) beeinflusst das Resultat aufgrund ihrer Bevölkerungszahl stark.

Steigende Mieten zeigen sich im Jahresverlauf zudem in der Ostschweiz (+1,3%), in der Nordwestschweiz (+0,8%) und in der Zentralschweiz (+0,3%). Im Mittelland haben die Angebotsmieten 2020 stagniert, im Tessin sind sie hingegen gesunken (−2,6%). Quelle: Immobilienbusiness

 


Donnerstag, 14. Januar 2021

Stockwerkeigentum: Nachfrage gestiegen

Trotz einer höheren Anzahl an Inseraten ist die Insertionszeit für Eigentumswohnungen auf den rekordtiefen Wert von 52 Tagen gefallen.

Dies ergab die jüngste Online Home Market Analysis (OHMA) von Homegate in Zusammenarbeit mit dem Swiss Real Estate Institute der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich. Schweizweit war die Nachfrage nach Eigentumswohnung zwar im Berichtsjahr (Q4/2019–Q3/2020) im Vergleich zur Vorperiode leicht rückläufig. Doch zeige die genauere Analyse, dass im 3. Quartal 2020 ein «erstaunlicher Nachfrageschub» einsetzte, sagt Prof. Dr. Peter Ilg, Leiter des Swiss Real Estate Institutes.

Vor allem in den Kantonen Genf, Waadt, Wallis und Tessin wurden Eigentumswohnungen markant schneller verkauft als vor Corona. Allerdings sei die Zunahme primär dem Verhalten während des Lockdowns geschuldet, so Ilg. Mussten Eigentumswohnungen in den ersten beiden Quartalen noch überdurchschnittlich lange ausgeschrieben werden, so hat sich die mittlere Insertionszeit in Q3 trotz einer höheren Anzahl an Inseraten mehr als halbiert.

Vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 wurden in der Schweiz rund 91.387 Eigentumswohnungen online zum Kauf angeboten (+11% ggü. der Vorperiode). Die durchschnittliche Insertionszeit stieg auf Jahresfrist gerechnet von 60 auf 86 Tage (+43%), was gesamtschweizerisch für eine schwächere Nachfrage nach Eigentumswohnungen spricht , sagte Ilg. «Der Nachfrageboom im 3. Quartal ist auf die aufgeschobene Nachfrage aus den Vorquartalen zurückzuführen, sowie auch auf eine Verhaltensveränderung: Schöner Wohnen ist vielen Schweizern nach dem Lockdown noch wichtiger geworden», so Ilg. 

Quelle Immobilienbrief



















Dienstag, 12. Januar 2021

Eigenheimpreise sind stark gestiegen

Die Corona-Krise hat dem Schweizer Immobilienmarkt ihren Stempel aufgedrückt. Gemäss dem Swiss Real Estate Offer Index von ImmoScout24 und der IAZI AG sind 2020 sowohl die Preise für Wohneigentum als auch die Mieten gestiegen.

Das Krisenjahr 2020 hinterlässt tiefe Spuren auf dem Immobilienmarkt. Dabei ist es nicht wie anfänglich befürchtet zu einem Preiseinbruch gekommen – im Gegenteil: Die in Inseraten ausgeschriebenen Eigenheimpreise sind stark gestiegen. Einfamilienhäuser werden per Ende 2020 zu 5,6% höheren Summen angeboten als zu Jahresbeginn. Bei den Eigentumswohnungen liegt die Steigerung mit 5,5% praktisch ebenso hoch. Dies zeigen die neusten Zahlen des Swiss Real Estate Offer Index, der von ImmoScout24 in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI AG erhoben wird.

Im Auf und Ab der Corona-Pandemie kannten die Preise für Wohneigentum also nur eine Richtung – nach oben.  Corona habe viele Menschen dazu gebracht, ihre Wohnsituation zu überdenken, so Martin Waeber, Managing Director von ImmoScout24. «In den meisten Fällen mit eindeutigem Resultat: Der Wunsch nach mehr Raum, mehr Wohnfläche, wenn möglich im Eigentum». Die Preise zeigen entsprechend Aufwärtsdruck.

Dies betrifft nicht nur den Eigenheimmarkt, sondern auch die Wohnungsmieten. Diese sind im Verlauf des Jahres 2020 im Landesmittel um 1,1% gestiegen. Zu diesem Anstieg besonders beigetragen hat die Genferseeregion, in der die Angebotsmieten im Jahresverlauf um 2,5% zugelegt haben. Auch die Grossregion Zürich (+1,2%) beeinflusst das Resultat aufgrund ihrer Bevölkerungszahl stark.

Steigende Mieten zeigen sich im Jahresverlauf zudem in der Ostschweiz (+1,3%), in der Nordwestschweiz (+0,8%) und in der Zentralschweiz (+0,3%). Im Mittelland haben die Angebotsmieten 2020 stagniert, im Tessin sind sie hingegen gesunken (−2,6%). (bw)

 Quelle www.immobilienbusiness.ch












Donnerstag, 7. Januar 2021

Bauindex Schweiz: Baukonjunktur dürfte bald Boden finden

Im 3. Quartal 2020 verliert der von Credit Suisse und dem Schweizerichen Baumeisterverband erstellte Bauindex ein weiteres Prozent und liegt 8,6 Prozent unterhalb des Niveaus des gleichen Quartals im Vorjahr. Auch das Bauhauptgewerbe kann sich der Corona-Krise dem-nach nicht entziehen. Erstmals seit 2016 dürfte der Umsatz die 20-Milliarden-Schwelle nicht erreichen. Vorab habe der Hochbau deutlich an Schwung verloren, berichten die Researcher der Credit Suisse. Mitverantwortlich dafür seien der konjunkturelle Einbruch und die damit verbundene Unsicherheit, aber auch Produktivitätseinbussen auf der Baustelle durch die verschärften Hygiene- und Social-Distancing-Regeln. Doch weisen die Researcher darauf hin, dass eine Korrektur überfällig war, denn bereits lange vor der Corona-Krise hätten teilweise der Wirtschafts- und insbesondere der Mietwohnungsbau Niveaus erreicht, die gemessen an der Nutzernachfrage auf den Immobilienmärkten nicht mehr als nachhaltig betrachtet werden könnten. Die COVID-19-Pandemie sei letztlich nur der Auslöser gewesen.Unter der Prämisse, dass sich die wirtschaftliche Erholung fortsetzt und es zu keinem weiteren Lockdown komme, sei in den kommenden Quartalen mit einer Bodenbildung zu rechnen, so der Kommentar von CS und Baumeisterverband. Dafür dürfte der Tiefbau sorgen, dessen Auftragsbestand weiterhin ein hohes Niveau erreicht. Auch die Planungstätigkeit im Hochbau scheine sich nach dem Rückschlag in den Monaten März und April wieder zu erholen. Insgesamt halte sich das Minus bei den Baugesuchen der letzten 12 Monate mit 4 Prozent in engen Grenzen. 

Quelle: www.immobilienbusiness.ch (bw)

Dienstag, 5. Januar 2021

Eigenheime bleiben begehrt

Privates Wohneigentum (Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen) weist gemäss den IAZI-Preisindizes im Zeitraum von einem Jahr immer noch ein starkes Preiswachstum aus (+2,4% für Einfamilienhäuser; +3,2% für Eigentumswohnungen), was am anhaltend tiefen Hypothekarzinsniveaus liegen dürfte. Dies gibt denen, die die nötigen Eigenmittel besitzen, die Möglichkeit, ihren Traum von den eigenen vier Wänden zu günstigen Konditionen zu verwirklichen. Allerdings sind die Preise für privates Wohneigentum immer noch auf sehr hohem Niveau, was gemäss Analyse von IAZI zu einer Abwanderung aus den Grossstädten in die umliegende Regionen geführt hat.