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Donnerstag, 23. September 2021

Immobilienpreise erreichen neue Rekorde

Die Nachfrage nach Eigenheimen in den meisten Regionen der Schweiz und insbesondere in den urbanen Ballungszentren übersteigt das Angebot um ein Vielfaches. Doch um das knappe Gut am Markt balgen sich nicht nur Kaufinteressenten, sondern auch Immobilienvermittler jeglicher Couleur, die in vielen Fällen händeringend nach verkaufswilligen Immobilienbesitzern suchen. Die Dynamik in der Immobilienvermarktung ist hoch. Und mit ihr ist auch die Aggressivität im Wettbewerb gestiegen. So wird der Immobilienmarkt vermehrt zum Tummelfeld von neuen Wettbewerbern mit neuen Geschäftsmodellen, die um die Gunst von Immobilienverkäufern und -käufern buhlen. Fixpreismakler verlangen vermeintliche All-in-Pauschalen, Discountmakler unterbieten minimale Marktpreise, Gratismakler versprechen das Blaue vom Himmel, Finanzdienstleister springen rund um Immobilien auf das neue Reizwort Ökosystem an. Und die grossen Online-Immobilienmarktplätze in der Schweiz schliessen sich in einem neuen Joint Venture zusammen.

Alles aus einer Hand, weitestgehend digital, bequem auf einer Plattform einloggen und los: Das tönt für Immobiliensuchende und Immobilienverkaufende, als könne sich jedermann mit ein paar wenigen Klicks durch die Immobilienwirtschaft pilotieren. Scheinbar alles ein Kinderspiel, geradezu gemacht für Unerfahrene und Ungeübte. Wirklich?

Effektive Innovatoren oder Glücksritter: Die Zeit trennt die Spreu vom Weizen

Traditionelle Maklerinnen und Makler geraten unter Druck. Und werden wider besseren Wissens gezielt in Verruf gebracht. Die Realität ist: Die Zeit wird effektive Innovatoren von abenteuerlichen Glücksrittern trennen. Doch bis zum Erkennen der Realität ist der Schaden angerichtet und die Verunsicherung bei Verkäufern und Käufern gross.
 

Denn aus Kunden werden blosse «User», auf deren persönliche Bedürfnisse nicht eingegangen werden kann, wenn sie nicht der vorgegebenen «Customer Journey» entsprechen. Und wer nicht auf die «Customer Experience» anspricht, weil er eine individuelle Beratung bräuchte, der wird als Marktopfer zurückgelassen.

Preisbrecher haben viele Schritte im Beratungsprozess standardisiert und führen Angebot und Nachfrage oftmals digital zusammen. Dadurch vermögen sie ihre Kosten zu optimieren, was für Kundinnen und Kunden auf den ersten Blick interessant erscheinen mag. Dafür werden aber in der Beratung und Begleitung grosse Abstriche gemacht. Individuelle Bedürfnisse können in diesem Modell nicht berücksichtigt werden, was nicht selten enttäuschende Resultate und enttäuschte Kunden mit sich bringt.

Die meisten Kunden kaufen und verkaufen eine Liegenschaft nur ein-, vielleicht zweimal im Leben und sind auf professionelle Unterstützung angewiesen, um die Orientierung behalten zu können in einem Dickicht, das sich zu einem Dschungel aus Interessen und Interessenkonflikten ausweitet. In der Immobilienvermarktung definiert sich Qualität über die Beratungskompetenz. Eine Beratungskompetenz, von der sowohl die Verkäuferschaft als auch die Käuferschaft profitieren können. Quelle: handelszeitung.ch

 

Dienstag, 21. September 2021

Neues Nutzerverhalten, neue Immobilienstrategien

«Die Corona-Pandemie hat Vieles in unserem täglichen Leben verändert und so sind auch die Folgen für die Immobilienwirtschaft und in den unterschiedlichen Asset-Klassen teils enorm.» Moderator Prof. Markus Schmidiger von der Hochschule Luzern brachte es zu Beginn des jüngsten Schweizer Immobiliengesprächs, welches erstmals online über die Bühne ging, auf den Punkt. Mit den veränderten Grundbedingungen auf Basis staatlich verordneter Schutzbestimmungen, Hygienemassnahmen und Lockdown-Regularien sind die Rahmenbedingungen etwa für die Hotel- und Gastronomiebranche auf den Kopf gestellt. Doch auch die Segmente Büro, Einzelhandel und Wohnen spürten die Auswirkungen der anhaltenden Pandemie, so Schmidiger weiter.

Büromarkt im Wandel

Für Jan Eckert, CEO von JLL Schweiz und ersten Referenten des Events, ergibt sich auf dem Büroimmobilienmarkt aufgrund von Corona «ein hybrides Kontinuum». Einerseits sei die Entscheidungsfindung bei Transaktionen und Vermietungen angesichts der schwer zu prognostizierenden weiteren wirtschaftlichen Entwicklungen deutlich erschwert. Andererseits stelle sich der Immobilienmarkt mit Blick auf die aktuelle Stimmung und die Prognosen der Marktteilnehmer aussergewöhnlich robust dar: In einer von JLL zu Jahresbeginn 2021 initiierten Umfrage sagten 42 Prozent der Befragten, sie rechneten im Verlauf dieses Jahres mit mehr Immobilien-Akquisitionen. Die Mehrheit von 54 Prozent erwartet zumindest ein ähnliches Ankaufvolumen wie 2020. Nur vier Prozent der Immobilienakteure prognostizieren geringere Investmentvolumen beim Kauf von Liegenschaften. Auch die andere Seite der Medaille gebe Anlass für vorsichtigen Optimismus, so Eckert. Lediglich 14 Prozent gehen davon aus, dass es dieses Jahr verstärkt zu Verkäufen kommt. 61 Prozent erwarten hier ein ähnliches Niveau wie im Vorjahr und 24 Prozent gehen übers Jahr gesehen von weniger Immobilienverkäufen aus.

Bei der Nachfrage nach Büroraum zeige sich hingegen ein anderes Bild. «Hier ist noch kein Muster zu erkennen», fasste Eckert die Lage zusammen. Der «Impact auf die Flächennachfrage» sei zweifelsohne vorhanden, doch gebe es Zeichen, die in verschiedene Richtungen zeigten. Hinsichtlich Unternehmens- und Personalentwicklungen würden sich verschiedene Trends überlagern. Zum einen werde sich die Homeoffice-Thematik unweigerlich auf die Präsenzzeiten in den Firmenbüros auswirken, zum anderen müssten Büroflächen gemäss «state oft the art» viel mehr bieten als nur Schreibtisch und Stuhl. Vor allem zur Gewinnung neuer und junger Talente müsse das Unternehmensgebäude zum Anziehungspunkt werden – mit verschiedensten Bereichen für Individualität und Team-Sitzungen, aber auch für die persönliche Weiterbildung und den lockeren (Wissens- und Informations-)Austausch untereinander. «Dies in der Summe genommen bedeutet einen grösseren Flächenbedarf», so Eckert.

Mega-Thema im Retail: Mixed-Use-Destinations

Marcel Stoffel vom Swiss Council of Shoppingplaces und Inhaber der Retail-Beratungsagentur stoffelzurich erläuterte als zweiter Referent die vielerorts prekäre Lage im Einzelhandel. «Gerade die in die Jahre gekommenen und eher langweiligen Einkaufszentren müssen sich jetzt zum attraktiven und interessanten Marktplatz wandeln», formulierte er es etwas überspitzt. Generell werde in diesem Segment die Retailfläche zurückgehen. Problem sei aber: «Wir können ja nicht die Shoppingcenter halbieren.» Lösungen würden sich mittels Alternativnutzungen anbieten. Dazu zählt Stoffel die Bereiche Sport, Fitness, Yoga und Wellness, aber auch medizinische oder kosmetische Service-Anbieter. «Das Mega-Thema sind hier Mixed-Use-Destinationen.»

Bei der Durchmischung der Center mit Gastronomiekonzepten sei dagegen ein gewisser Sättigungsgrad erreicht, so Stoffel. «Der derzeitige Anteil von circa acht bis zehn Prozent ist da wohl der Deckel.» Höhere Nachfrage sieht er bei den Prime-Lagen in den Innenstädten, auch wenn es dort ebenfalls früher oder später zu einigen Ladenschliessungen kommen werde. Es stünden jedoch andere und meist auch flexiblere Konzepte parat, die diese Lücken gern füllten. Seine Zukunftsthese für den Retail-Handel: «Es gibt drei entscheidende Trends: Diversität, Flexibilität und das Place Making». Hierbei komme es vor allem auf die richtige Positionierung von Geschäftskonzepten an und auch auf die Markenidentität. Wer ein klares Profil habe und sich eindeutig zu den Wettbewerbern abgrenze, werde weiter Relevanz haben. Dem Kunden müsse zudem Erlebnis und Experience geboten werden. Oder wie Stoffel es in anderen Worten auf den Punkt brachte: «Produkte sind austauschbar, Emotionen sind es nicht.»

Neue Anforderungen an künftige Wohnräume

Anja Meyer, CEO des Immobilienunternehmens Smeyers, berichtete im Anschluss von ihren Erfahrungen in der Vermarktungspraxis im Geschäftsfeld Residential. «Die Nachfrage nach Wohnraum ist ungebrochen. Entscheidende Kriterien in der Immobilienentwicklung und -vermarktung sind Nähe und Distanz. Das ist schon mit dem Thema Verdichtung vor Jahren aufgekommen, hat sich aber jetzt mit der Pandemie noch einmal akzentuiert», erklärte Meyer. Hinsichtlich dem Thema Wohneigentum sei in den vergangenen sechs bis neun Monaten der Druck im Markt gestiegen, wenn man Angebot und Nachfrage anschaue. «Auf Seiten des Vermietungsmarktes zeigten das vierte Quartal im 2020 und das aktuelle erste Quartal im 2021 eine deutlich höhere Fluktuation.» Sprich: Jetzt suchten viel mehr Menschen neue und für die aktuellen Bedürfnisse geeignete vier Wände als auch schon, so Meyer. Es gebe hier gestiegene Ansprüche und neue Erwartungen an den Wohnraum.

Die Faktoren Privatsphäre, Weg und Distanz zum Arbeitsort, aber auch die Art von öffentlichem Raum seien wichtiger geworden. Auch die Verfügbarkeit von nutzbarem Aussenraum habe an Bedeutung gewonnen. Viele wollten nun gern Möglichkeiten zum Coworking in der Nachbarschaft und auch einfach das Café nebenan und einen Wochenmarkt möglichst gleich vor der Haustür. Auch der «Grün-Faktor» spiele eine wichtige Rolle, sei es nun kleine Gärten, Balkone oder die Möglichkeit zum Urban Gardening im Quartier. Diese Themen und Bedürfnisse müssten umgehend auch die Projektentwickler adressieren und bedienen. Hier müsse künftig «deutlich mehr nutzerorientiert geplant» werden, sagte Meyer. Quelle: immobilienbusiness.ch


Donnerstag, 16. September 2021

Die Schweiz erlebt in der Pandemie einen wahren Immobilienboom

Die Nachfrage nach Immobilien steigt, die Preise auch. Dennoch zieht es auch immer mehr Deutsche ins Nachbarland. Vor allem eines macht es für sie zum idealen Zufluchtsort für Vermögende.  Seit Jahrzehnten ziehen Superreiche aus aller Welt in die Schweiz: Banken, Diskretion, Sicherheit und atemberaubende Kulisse sind einige Gründe dafür. Nicht zuletzt sind es die attraktiven und werthaltigen Wohnlagen, die den Wohlhabenden gefallen.

Als reines Investment haben Privatpersonen zwar keinen Zugang. Doch wer tatsächlich in die Schweiz umsiedelt, kann dort auch Immobilien kaufen.

Corona hat den Run auf die Schweiz jetzt noch einmal vergrößert: „Die Pandemie löste einen Nachfrageboom nach Luxusimmobilien aus“, berichtet die Bank UBS. Die höchsten Quadratmeterpreise werden in der Gemeinde Cologny bei Genf erzielt. Dort kostet ein einziger Quadratmeter so viel wie in manchen deutschen Gemeinden eine ganze Wohnung: umgerechnet rund 33.000 Euro.Für eine 400-Quadratmeter-Villa kommt so ein Kaufpreis von mehr als 13 Millionen Euro zustande. Auf dem Zweitwohnungsmarkt, berichtet UBS weiter, sind die teuersten Liegenschaften in Gstaad zu finden – dort sind Quadratmeterpreise über 27.000 Euro „keine Seltenheit“.

Der Nachfrageüberhang ließ die Preise im Luxussegment 2020 um neun Prozent in die Höhe schnellen – „deutlich mehr als die 4,4 Prozent im durchschnittlichen Schweizer Eigenheimmarkt“, sagt UBS-Immobilienexpertin Katharina Hofer.

Corona habe die Sehnsucht vieler nach einem sicheren Hafen verstärkt, glauben UBS-Analysten: „Das Risiko höherer Steuern für Top-Verdiener ist – anders als mancherorts im Ausland – dank stabiler fiskalischer Position überschaubar.“ In der Schweiz liegt die Schuldenquote bei 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Zum Vergleich: In Deutschland sind es rund 70 Prozent, in anderen Ländern, etwa Frankreich, sind es sogar mehr als 100 Prozent. Quelle: www.welt.de









Dienstag, 14. September 2021

Anlagen in Schweizer Immobilienfonds

Es sind Stabilität und Berechenbarkeit, die Wohnimmobilienfonds für Investoren attraktiv machen. Aber die Bewertungen sind hoch.

Anlagen in Schweizer Immobilienfonds sind im Grunde ein Ersatz für festverzinsliche Bonds: stabile Ausschüttungen, aber kaum Kursfantasie. Doch die Fonds sind mittlerweile sehr hoch bewertet.  Der Preisaufschlag gegenüber dem Inventarwert beträgt teilweise 60% und liegt über dem, was selbst fantasievollste Szenarien rechtfertigen könnten.

Allerdings ist die Situation für viele Anleger fast alternativlos. Alle Vermögensklassen sind überbewertet. Der Anlagedruck und der Negativzins, den die Banken den Barbeständen auferlegen, bewirken, dass weiterhin Fondsanteile gekauft werden. In Zeiten der Pandemie sind dies besonders solche mit einem hohen Anteil an Wohnimmobilien. Quelle: www.fuw.ch


Donnerstag, 9. September 2021

Preise für Einfamilienhäuser stabil

Die Preise für Einfamilienhäuser sind hingegen mit einem Plus von 0,1 Prozent kaum gestiegen. Mit etwa 7'050 Franken liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis unter jenem für Stockwerkeigentum, die durchschnittliche Wohnfläche beträgt jedoch rund 160 Quadratmeter. Der mittlere Angebotspreis pro Objekt liegt damit bei über 1,1 Millionen Franken. Die Preise befänden sich damit in "schwindelerregender Höhe", heisst es.

Und so bald ist hier auch keine Entspannung in Sicht. Je stärker die Preise anzögen, desto eher würden Verkäufer mit dem Abstossen der Liegenschaft zuwarten. Das Angebot auf dem ausgetrockneten Markt dürfte deshalb vorerst knapp bleiben. Und eine starke Zunahme der Bautätigkeit oder ein Einbruch der Nachfrage zeichne sich nicht ab.

Gute Nachrichten gibt es hingegen für jene Menschen auf der Suche nach einer Mietwohnung. Hier sanken die Angebotspreise im August durchschnittlich um 0,5 Prozent, allerdings mit deutlichen regionalen Unterschieden. Quelle: cash.ch

 

Dienstag, 7. September 2021

Stockwerkeigentum auf Rekordhöhe

Der Kauf einer Wohnung verteuert sich weiter. Die hohe Nachfrage nach Stockwerkeigentum liess die Preise auch im August steigen.

Die Preise für Einfamilienhäuser stagnierten hingegen auf hohem Niveau, während bei den Wohnungsmieten der Trend nach unten zeigt.

Immer mehr Suchende drängten auf den Markt für Wohneigentum, so das Fazit der monatlichen Erhebung des Immobilien-Beratungsunternehmens IAZI und von ImmoScout24. Darauf hätten die Anbieter auch im August mit einer deutlichen Preiserhöhung reagiert.

So werde die Luft auf dem Markt für Stockwerkeigentum immer dünner: Pro Quadratmeter Wohnfläche habe der geforderte Preis per Ende August bei gut 7'900 Franken gelegen, was gegenüber dem Vormonat einer Verteuerung um 1,8 Prozent entspricht. Für eine typische Wohnung von 100 Quadratmetern ergibt sich damit im Schweizer Mittel ein ausgeschriebener Preis von rund 790'000 Franken, wie sich aus dem monatlich erstellten Swiss Real Estate Offer Index (SREOI) ergibt. Dies sei ein Rekord. Quelle: Cash.ch

Donnerstag, 2. September 2021

Nischeninvestments als Ausweg aus der Renditekompression?

Im Umfeld niedriger bis negativer Zinsen, steigender Leerstandsquoten bei gewerblichen Liegenschaften und inzwischen sehr renditeschwacher Mehrfamilienhäuser suchen Investoren händeringend nach Anlagealternativen. Neue Trends am Wohnimmobilienmarkt wie Microliving, Coliving oder Studenhousing kommen da sehr gelegen, ebenso der Boom des Logistiksektors – vom Bereich der Big Boxes über Warenumschlagplätze der „last mile“ bis hin zu Selfstorage-Angeboten. Nicht zuletzt, weil nicht mehr marktgängige Liegenschaften durch die Transformation in die Wohnimmobilien neuen Typs oder Lagerhäuser wieder zukunftsfähig gemacht werden können. Doch auch Spezialimmobilien wie Laboffices oder Datacenter kommen inzwischen für breitere Investorengruppen als Anlageobjekte in Betracht.

Dienstag, 31. August 2021

Neue Online-Plattformen mischen den Schweizer Immobilienmarkt auf

Die Bedingungen sind aber offenbar nicht immer zum Vorteil von Hausverkäufern.Wenn die Preise für Häuser steigen, freuen sich in der Regel die Immobilienmakler. Denn je höher der Verkaufspreis, desto grösser ihre Provisionen. Nun drängen seit einiger Zeit Immobilienportale in den Markt. Sie verlangen statt Provisionen einen tiefen Fixpreis – egal, was die Immobilie kostet.

So steigerte die Firma Neho seit ihrem Markteintritt 2018 den Umsatz auf 14 Millionen Franken, wie der "SonntagsBlick" berichtet. Gemessen an den Verkaufszahlen sind wir bereits der grösste Immobilienvermittler im Land", sagt Neho-Chef Eric Corradin. Er verkauft Wohneigentum zum Fixpreis von 9500 Franken. Noch tiefer geht die neue Plattform Homedeal24. Ihr Vermittlungspreis liegt bei 969 Franken. "Wir wollen das verkrustete System aufbrechen", sagt CEO Emmanuel Hoffmann.

LautGabriel Diezi, Leiter Deutschschweiz bei der Makler-Vermittlerin Bestag, kritisiert die neue Konkurrenz. Zwar spare der Verkäufer mit dem Fixpreis-Modell auf den ersten Blick Kosten. "Doch bei dieser Rechnung geht er davon aus, dass der Verkaufspreis beim klassischen Makler der gleiche ist wie beim Fixpreis-Makler." Das treffe in der Regel aber nicht zu: "Das Ziel der Onlineplattformen ist der schnelle Verkauf", so Diezi im "SonntagsBlick". Deshalb bewerteten sie die Objekte oft zu tief, um sie schnell los zu werden.

+Wenn die Eigentümer 20'000 Franken Provision sparen, ihr Objekt aber 100'000 Franken unter Wert verkaufen, sind sie tatsächlich die Verlierer", sagt Diezi. Eine Umfrage zeige, dass der Preis das wichtigste Kriterium beim Verkauf sei.

Ebenso einschneidend wirke sich aus, dass die Plattformen die Besichtigungen komplett den Besitzern überliessen. Spätestens nach fünf Führungen hätten die Verkäufer genug, sagt Diezi. "Dann verkaufen sie, obwohl ein höherer Preis möglich wäre."

Der Markt bleibt hart umkämpft. Die drei grössten Schweizer Vermittler verkaufen elf Prozent aller Immobilien. Über 10'000 weitere Makler kämpfen um den Rest des lukrativen Immo-Kuchens Quelle: (AWP/cash)

 

Donnerstag, 26. August 2021

Renditen gesucht

Anderthalb Jahre nach Ausbruch der Pandemie zeigen die rasch entwickeltenCovid-19-Impfstoffe Wirkung. Mit der sich abzeichnenden Immunisierung weiter Teile der Bevölkerung beginnt sich die Weltwirtschaft zu erholen, beschleunigt durch die massiven Kapitalströme, welche die Notenbanken zur Konjunkturbelebung in die Märkte pumpen. Doch die «Medizin» hat Nebenwirkungen, insbesondere auf den Immobilienmärkten: Die durch Niedrigzinsen und massive Anleihekäufe seit Jahren geförderte Nachfrage nach Immobilien wird

durch die pandemiebedingten neuen finanzpolitischen Instrumente noch verstärkt. Das Preisniveau für Liegenschaften, das sich schon längst von der Entwicklung der aus ihnen zu erwirtschaftenden Einkommen abgekoppelt hat, dürfte somit weiter steigen.

Für Vorsorgeeinrichtungen, welche Auszahlpläne bedienen müssen, wird es damit nicht einfacher, durch das Ausweichen auf Immobilien halbwegs auskömmliche Renditen zu erzielen. So erwägen immer mehr kleinere Pensionskassen, ihre Immobilieninvestments in Form von Kollektivanlagen zu organisieren, um die Profitabilität zu erhöhen. Einen Weg dazu stellt die Beteiligung an Anlagestiftungen dar, in deren Portfolio die eigenen Liegenschaften als Sacheinlagen eingebracht werden können. Quelle: Immobilienbusiness


Dienstag, 24. August 2021

Corona-Pandemie: Keinen Anspruch auf Mietzinsreduktion

In Sachen Mietzinsnachlass während der pandemiebedingten Lockdowns erging ein erstes Urteil: Das Mietgericht Zürich hat entschieden, dass für den Mieter kein rechtlicher Anspruch auf eine Reduktion besteht.Vermieter und Geschäftsmieter haben gespannt auf das erste Urteil zur Frage der Mietzinsreduktion für Geschäftsflächen während den behördlich verordneten Schliessungsperioden gewartet. Nun liegt es vor. Das Mietgericht Zürich hat in einem erstinstanzlichen Urteil vom 2. August 2021 dem Vermieter recht gegeben, der die Bezahlung des vollen Mietzinses für eine Geschäftsfläche für die Dauer der behördlich verordneten Schliessungsperioden eingeklagt hatte. Dem Urteil sei zu entnehmen, dass die behördlichen Zwangsschliessungen keinen Mangel im mietrechtlichen Sinn darstellen, berichtet der SVIT, dem das Urteil vorliegt.

Gemäss der SVIT-Meldung handelt es sich beim beklagten Mieter um ein Modegeschäft an sehr guter Lage in Zürich. Obwohl einige Juristen die gegenteilige Meinung vertreten würden, komme das Gericht zum Schluss, dass in aller Regel die vereinbarte Beschaffenheit des Mietobjekts nur objektbezogene und nicht auch betriebsbezogene Eigenschaften betrifft, berichtet der SVIT. Damit stellten behördliche Vorgaben allein, wie sie während der Pandiemiezeit vorgegeben wurden, keinen Mangel an der Mietsache dar.

Allerdings wies das Gericht darauf hin, dass sich der Übergang zwischen einer «noch im Rahmen liegenden» und einer «gravierenden» Äquivalenzstörung, die einen allfälligen Anspruch auf eine Mietzinsreduktion begründen würde, ausschliesslich aufgrund der Beurteilung aller Umstände des konkreten Einzelfalls bestimmen lässt. Dies bedeute unter anderem, dass der Vermieter vom Mieter Einblick in die Geschäftszahlen verlangen könne, um einen allfälligen Anspruch zu beurteilen. Quelle: Immobilienbusiness

Donnerstag, 19. August 2021

Immobilienpreise für Einfamilienhäuser auch im Juli weiter gestiegen

Auch im Juli dürfte der eine oder andere Traum vom Eigenheim geplatzt sein. Die Angebotspreise für Einfamilienhäuser sind erneut gestiegen, der Erwerb einer Liegenschaft wird für immer mehr Schweizer unerschwinglich.

Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern scheint derzeit jedoch keine Grenzen zu kennen. Darauf deutet zumindest der erneute Preisaufschlag von 1,5 Prozent im Juli hin. Über die vergangenen zwölf Monate sind die inserierten Preise für Einfamilienhäuser gar um 9,4 Prozent gestiegen und haben damit fast die Grenze zu zweistelligen Wachstumsraten erreicht, wie der Swiss Real Estate Offer Index zeigt. Dieser wird von ImmoScout24 in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI AG erhoben.

Ein typisches Haus mit 160 Quadratmetern Wohnfläche wird gemäss dem Index durchschnittlich zu rund 1,13 Millionen Franken zum Verkauf ausgeschrieben. Mit -0,6 Prozent leicht gesunken sind im Juli hingegen die Angebotspreise für Eigentumswohnungen. Über das vergangene Jahr weisen aber auch diese mit +6,8 Prozent ein stolzes Wachstum aus. «Wer Wohneigentum erwerben will, benötigt ein immer dickeres finanzielles Polster», wird Martin Waeber von Scout24 in dem Communiqué zitiert.

Leichte Abkühlung

Bei den Mieten hat sich im Juli dagegen eine leichte Abkühlung gezeigt. Im Landesmittel sind die in Inseraten ausgeschriebenen Mietpreise um 0,6 Prozent gesunken. Für ein typisches Mietobjekt mit 100 Quadratmetern Wohnfläche wurden per Ende Juli durchschnittlich 2'163 CHF pro Monat inklusive Nebenkosten verlangt.

Je nach Region entwickelten sich die Mietpreise unterschiedlich. Rückgänge gab es in der Zentralschweiz (-0,3 Prozent) und in der Genferseeregion (-0,3 Prozent). Dass die Mieten im Landesmittel stark gesunken sind, ist gemäss Scout24 denn auch auf die Genferseeregion zurückzuführen: Sie weist ein grosses Marktvolumen bei gleichzeitig hohem Preisniveau auf und prägt damit jeweils den Gesamtverlauf.

Mit höheren Mieten als im Vormonat mussten Umzüger im Tessin (+2,3%), in der Nordwestschweiz (+0,5%) und in der Ostschweiz (+0,3%) kalkulieren. 

Quelle: www.suedostschweiz.ch










Dienstag, 17. August 2021

Luxuszweitheime werden immer beliebter

Aufgrund der wechselnden Reisebeschränkungen verbringen immer mehr Schweizerinnen und Schweizer ihre Ferien in der Heimat anstatt wie gehabt im Ausland. Und das am liebsten im eigenen Zweitheim.«Machen Sie Ferien in der Schweiz», forderte Bundesrat Ueli Maurer letzten Frühling vom Parlament an der Frühlingssession. Diesen Satz nahmen sich wohl viele Schweizerinnen und Schweizer zu Herzen, denn Ferien in der Schweiz sind noch immer im Trend. Der Bedarf an einer Ferienwohnung oder gar einem Ferienhaus ist dementsprechend gross. Die Coronapandemie habe diese Zunahme der Nachfrage weiter verstärkt. Das liege unter anderem daran, dass viele Schweizerinnen und Schweizer ihre Ferien nicht im Ausland verbringen konnten. Viele haben das erste Mal ihre Ferien hier verbracht und weil es ihnen so gefallen hat, haben sie sich eine Zweitwohnung gekauf. Hinzu kommt, dass der Anspruch an das eigene Zweitheim gestiegen ist. Vor der Coronapandemie verbrachte ein Grossteil der Zweitwohnungsbesitzer nur wenige Wochen in der Ferienwohnung. Der Komfort musste demnach nicht sehr hoch sein. Eine kleinere Wohnung mit simpler Einrichtung habe oftmals ausgereicht. Dies habe sich in vielen Fällen geändert. Dank des Homeoffice-Aufschwungs verbrächten die Zweitheimischen auch ausserhalb ihrer Ferien Zeit in ihrem Zweitheim. Dementsprechend würden auch die Ansprüche an die Wohnungen steigen, was Luxuswohnungen gefragter mache.

 

Donnerstag, 12. August 2021

Arten der Amortisation

Eine Hypothek lässt sich entweder direkt oder indirekt amortisieren.Bei der direkten Amortisation zahlen Sie Ihre Hypothekarschulden in Teilbeträgen oder als Gesamtsumme an die Bank zurück. Bei der indirekten Amortisation leisten Sie Ihre Rückzahlungen hingegen in die Säule 3a (private Vorsorge) oder in eine kapitalbindende Lebensversicherung.

 

Dienstag, 10. August 2021

Voraussetzungen für die Libor Hypothek

Wenn Sie Ihr neues Eigenheim mit einer Libor Hypothek finanzieren möchten, sollten Sie erst einmal die Tragbarkeit der Hypothek berechnen. Eine der Voraussetzung für die Kreditaufnahme ist nämlich, dass die monatliche Belastung nicht mehr als 33 Prozent Ihres Bruttolohns beträgt. Die monatliche Belastung setzt sich aus den Hypothekarzinsen, der Amortisation und den Unterhaltskosten zusammen. Für die Unterhaltskosten ist ein Richtwert von 1 Prozent des Verkehrswerts der Liegeschaft anzunehmen. Bei den meisten Finanzinstituten können Sie Ihre Immobilie nur bis zu einer Belehnungsgrenze von 80 Prozent finanzieren. Dementsprechend benötigen Sie mindestens 20 Prozent an eigenen Mitteln. Quelle: immoverkauf24.ch

Donnerstag, 5. August 2021

Die Schweiz bleibt Europas Steueroase

Laut einer aktuellen Studie der Beratungsgesellschaft KPMG Schweiz liegt der durchschnittliche Gewinnsteuersatz des Landes auf dem Papier bei knapp 15 Prozent - und damit deutlich unter den Sätzen von EU-Steuerparadiesen wie Luxemburg oder Malta. In 18 der insgesamt 26 Kantone, die in der Schweiz die vorrangige Steuerhoheit inne haben, sind die Gewinnsteuersätze für Unternehmen niedriger. Am wenigsten verlangt der Innerschweizer Kanton Zug, in dem etwa Glencore, der größte Rohstoffkonzern der Welt, sitzt: 11,8 Prozent. Faktisch bezahlen viele Schweizer Großkonzerne jedoch noch weniger: Dank mehrerer Abzugsmöglichkeiten in den Bereichen Forschung und Entwicklung liegt die tatsächliche Gewinnsteuerlast für Unternehmen landesweit durchschnittlich bei elf Prozent; im Niedrigsteuer-Kanton Zug gar nur bei neun. Quelle: Sueddeutsche

Dienstag, 3. August 2021

Eigenmietwert und Hypothekarzinsen

Bei selbstbewohntem Wohneigentum wird der Eigenmietwert der Immobilie zum steuerbaren Einkommen dazugerechnet. Der Eigenmietwert wird periodisch geschätzt und beträgt circa 60 bis 70 Prozent des jährlichen Betrags, den ein Mieter für dieses Objekt zahlen würde. Dafür dürfen die Hypothekarzinsen aber zu 100 Prozent von den Steuern abgezogen werden. 

Bei den seit Jahren tiefen Zinsen gleichen die Schuldzinsen den Eigenmietwert aber nicht mehr aus. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, alle möglichen Abzugsmöglichkeiten zu nutzen, damit dieses fiktive Einkommen die Steuerrechnung nicht zu sehr erhöht.

Donnerstag, 29. Juli 2021

Schweizer Luxus-Immobilien bleiben gefragt

Die noblen Adressen bleiben auch in der Krise gefragt: In Gstaad, Genf oder Zürich sind hochpreisige Immobilien 2020 noch teurer geworden. Im Markt für Luxusimmobilien war letztes Jahr von der Krise wenig zu spüren. Laut einer Analyse des Beratungsunternehmens Knight Frank stiegen die Preise für Villen, Penthouses und andere teure Objekte in 100 internationalen Städten im Schnitt um 1,9 Prozent.

In Zürich erhöhten sich die Preise für die noblen Objekte sogar deutlich stärker als im Durchschnitt, und zwar um 8 Prozent. Auch in Genf, Gstaad und St. Moritz waren exklusive Adressen gefragt, wie unsere Grafik der Woche zeigt. Gstaad ist letztes Jahr auch zum teuersten Ort in der Schweiz für ein Einfamilienhaus geworden: In der Gemeinde des Nobelkurorts kostet der Quadratmeter gemäss der UBS mittlerweile 22'800 Franken.

Nicht alle dieser hundert Städte behielten in der Krise ihre Anziehungskraft: In den Metropolen New York und Paris sanken die Preise beispielsweise deutlich. Quelle: handelszeitung.ch

Dienstag, 27. Juli 2021

Teure Häuser werden noch teurer

Allein im 2020 sind die Preise für Luxusimmobilien um neun Prozent gestiegen - der Boom hält seit Jahren an. Der Boom im Immobilienmarkt scheint kein Ende zu nehmen. Besonders deutlich zeigt sich die Euphorie bei Luxusimmobilien, sie sind in den letzten zehn Jahren fast um die Hälfte teurer geworden. Alleine im letzten Jahr verteuerten sich Villen, Penthouses und andere ausgesuchte Bauten um neun Prozent. Das geht aus dem neuesten «Luxury Property Focus» der UBS hervor. Die teuersten Villen der Schweiz stehen am Genfersee - in Cologny vor Genf kommt eine grosszügige Villa auf mehr als 14 Millionen Franken zu stehen. Auch in den Bergen werden stolze Preise verlangt, in Gstaad, Pontresina, St. Moritz. In den mondänen Kurorten sind Quadratmeterpreise von über 30'000 Franken keine Seltenheit. Begehrt und entsprechend teuer sind auch Objekte am Zürichsee und in Zentralschweizer Steuerparadiesen wie Wollerau, Meggen oder Zug. Nach Einschätzung der UBS bleiben Luxusobjekte in nächster Zeit gefragt - unter anderem, weil sich noch mehr reiche Ausländer als bisher üblich hierzulande niederlassen. Quelle: www.handelszeitung.ch

Donnerstag, 22. Juli 2021

Baupreise in der Schweiz deutlich angestiegen

Die Baupreise in der Schweiz sind im letzten Halbjahr deutlich angestiegen. Sowohl im Hoch- wie auch im Tiefbau musste mehr bezahlt werden.

Der zwei Mal im Jahr erfasste Baupreisindex des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigte für die Periode von Oktober 2020 bis April 2021 ein Plus von 1,4 Prozent auf 101,4 Punkte (Oktober 2020 = 100). Da im Vorsemester die Preise leicht gesunken waren, ergibt sich für die Jahresperiode (April 2020 bis April 2021) ein etwas geringerer Anstieg um 1,2 Prozent.

Der Anstieg des Preisindex im Hochbau gegenüber dem vorangehenden Halbjahr (+1,5%) sei hauptsächlich auf höhere Preise im sogenannten «Rohbau 1» (Baumeisterarbeiten) zurückzuführen, heisst es in einer Mitteilung des BFS vom Donnerstag. Die Preise im «Rohbau 2» (Dichtungsbeläge für Flachdächer) hätten ebenfalls zugenommen, wenn auch weniger stark.

Die Preise sind dabei laut den Angaben in allen Grossregionen gewachsen, am deutlichsten in der Nordwestschweiz (+2,2%), gefolgt vom Tessin (+2,0%) und von Zürich (+1,6%).

Tiefbau weniger als Hochbau
Im Tiefbau (+1,1%) wurden laut BFS im Vergleich zum vorangehenden Halbjahr insbesondere beim sogenannten «Oberbau» (kleinere Trassenbauten) beim «Erd- und Unterbau» (kleinere Trassenbauten) sowie in geringerem Ausmass bei der «Tragkonstruktion» (kleinere Kunstbauten) höhere Preise beobachtet.

Ausser in Zürich, der Zentralschweiz und der Ostschweiz seien die Preise in allen Regionen gestiegen, heisst es. Die grösste Zunahme verzeichnete die Nordwestschweiz (+3,5%), den stärksten Rückgang Zürich (-0,7%). Quelle: moneycab/awp/mc/ps








Dienstag, 20. Juli 2021

Planungsvorlagen für das Gaswerkareal sind nun in der öffentlichen Mitwirkung

Das Gaswerkareal, eines der grössten Entwicklungsgebiete in Bern, soll zu einem Stadtquartier entwickelt werden. Die Planungsvorlagen sind nun in der öffentlichen Mitwirkung.

Der Berner Gemeinderat will das Gaswerkareal zu einem vielfältigen und lebendigen Stadtquartier mit urbaner Mischnutzung, öffentlichen Freiräumen und attraktiven Naturräumen entwickeln. Insgesamt sollen 300 bis 500 Wohnungen gebaut werden, ein Grossteil davon im preisgünstigen Bereich. Auch der Gebäudekomplex am westlichen Brückenkopf der Monbijoubrücke soll weiterentwickelt werden.

Wie der Gemeinderat mitteilt, soll im nördlichen Bereich des Gaswerkareals zwischen dem Marzili und dem Gaskessel ein Zentrum für die Nachbarschaft mit einer gemischt genutzten, dichten Bebauung entstehen. Hier sind neben Wohn- und Arbeitsnutzungen auch Bildungs-, Freizeit- und Sporteinrichtungen vorgesehen. Maximal sind 68.500 qm oberirdische Geschossfläche zulässig.

Im mittleren Bereich will der Gemeinderat den Gaskessel als Jugend- und Kulturzentrum weiterentwickeln. Hier sollen maximal 5.500 qm oberirdische Geschossfläche zulässig sein. Im Süden des Areals soll eine Wohnüberbauung insbesondere für Familien realisiert werden – mit einer oberirdischen Geschossfläche von bis zu 21.000 qm. Insgesamt können so auf dem Gaswerkareal neben den zu erhaltenden Bauten 60.000 bis 80.000 qm zusätzliche Geschossfläche realisiert werden.

Für den Brückenkopf West ist eine auf dem Bestand aufbauende Sanierung vorgesehen. Auf den Flächen über dem Niveau der Eigerstrasse sind Verkaufs- und Dienstleistungsnutzungen sowie Wohnen – teilweise preisgünstig – angedacht. Hier sind gemäss ZPP zusätzlich zum Bestand 11.500 qm Geschossfläche realisierbar. Im Sockel unterhalb der Eigerstrasse sollen Verkaufs-, Freizeit- und Lagernutzungen sowie Parkierungsflächen untergebracht werden. Hier sind zusätzlich 5.000 qm Geschossfläche möglich.

Da diese Pläne bei der heute gültigen Zonierung planungs- und baurechtlich nicht umsetzbar sind, sollen das Gaswerkareal und der Brückenkopf West in zwei Zonen mit Planungspflicht (ZPP) umgezont werden. Die entsprechenden Planungsvorlagen sind noch bis Mitte September in der öffentlichen Mitwirkung. Im Sommer 2023 soll es eine Volksabstimmung über das Vorhaben geben. Quelle: https://www.immobilienbusiness.ch

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 15. Juli 2021

Traum vom eigenen Haus

Eine grosse Mehrheit träumt vom eigenen Haus. Leisten können es sich aber nur die wenigsten.

Eine Umfrage von Financescout24 zeigt, dass sich 90 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer im Alter zwischen 18 und 79 Jahren ein Eigenheim wünschen. Auffallend dabei sei, dass sich vor allem auch jüngere Generationen, besonders die 20 bis 29-Jährigen, Wohneigentum wünschten, heisst es in einer Mitteilung der Scout24 Gruppe vom Mittwoch.

In der Realität sieht allerdings alles etwas anders aus: Die meisten Menschen hierzulande wohnen nämlich zur Miete. "Die Tragbarkeitsrechnung mit einem Zinssatz von 5 Prozent übersteigt oft die Möglichkeiten", erklärt Jan Hinrichs, Geschäftsführer von FinanceScout24, in dem Communiqué.

Auch die Hürde von 20 Prozent Eigenkapital sei für viele unüberwindbar, so Hinrichs weiter. Dazu kämen die steigenden Immobilienpreise.

Veränderung der Wohnsituation gewünscht

Auch wenn für viele eine eigene Wohnung oder ein Haus nicht drin liegt, wollen die Schweizerinnen und Schweizer ihre Wohnsituation verbessern. Seit Beginn der Pandemie sehen sich mehr Leute nach einer neuen Wohnungen um. Die Suchanfragen hätten sich seit Mai 2019 verdoppelt, schreibt die Scout24 Gruppe.

Auch die Seitenbesuche auf der Immobilienplattform Immoscout24 hätten deutlich zugelegt: Im November 2020 lag der Wert mit über 7,4 Millionen Besuchern um 30 Prozent höher als im Jahr davor.

Grosse Eigentumswohnungen sind gefragt

Wer sich doch ein Eigenheim leisten kann, sucht vor allem nach viel Platz: Laut der Mitteilung müssen Wohnungen mindestens 91 Quadratmeter haben, damit sie die meisten potenziellen Käufer anziehen. Ein solcher Trend zu grossen Wohnungen und Häusern zeige sich beim Immobilienkauf allerdings schon seit 2017, heisst es.

Mieter bevorzugen hingegen mittelgrosse Wohnungen mit einer Wohnfläche zwischen 51 und 90 Quadratmetern. Wichtiger als die Grösse sei allerdings immer noch die Lage, so die Scout24 Gruppe weiter. Dabei spiele vor allem die Distanz zum Arbeitsplatz eine wichtige Rolle.

Seit Beginn der Coronapandemie habe sich zudem die Nachfrage nach einem Balkon mit zusätzlichen 1,4 Millionen Suchanfragen deutlich erhöht. Zudem zeige sich ein fortschreitender Trend hin zu nachhaltigen Wohnungen mit Minergiestandard. Quelle: www.cash.ch








Dienstag, 13. Juli 2021

In der Schweiz wird Wohnen teuer

Egal ob man eine Wohnung mieten oder doch ein Eigenheim erwerben möchte - für beides muss man in der Schweiz tiefer in die Tasche greifen. Die Angebotspreise sind seit Jahresbeginn in den meisten Regionen gestiegen.

Gemäss dem aktuellen Swiss Real Estate Offer Index stellt sich allerdings für viele Schweizer die Frage ob "Mieten oder Kaufen" kaum. Denn die Preissteigerung im Markt für Wohneigentum ist laut Martin Waeber, COO von Scout24, "rekordverdächtig".

So legten die Preise für Hauspreise gemäss dem gemeinsam von ImmoScout24 und dem Immobilienberatungsunternehmen IAZI erhobenen Index im ersten Halbjahr um satte 3,8 Prozent zu. Bei Eigentumswohnungen liegt die Preissteigerung sogar bei 4,7 Prozent, hiess es am Freitag in einem Communiqué.

Diese Entwicklung schlage sich auch in der im internationalen Vergleich hohen Mieterquote von fast 60 Prozent nieder, hiess es. Neben der rasanten Preiszunahme sorgten auch die hohen Finanzierungshürden für Zurückhaltung beim Eigentumserwerb.

Leichter Anstieg bei Mieten

Bei den Mieten sehe es da noch vergleichsweise gut aus, besonders wenn man nicht im Zentrum mieten wolle, hiess die Studie. Im Durchschnitt musste man im Landesmittel im ersten Halbjahr rund 0,7 Prozent mehr für eine Mietwohnung bezahlen.

Es gibt aber auch Regionen, die günstiger geworden sind. Allen voran das Tessin mit einem Rückgang der Angebotsmieten um 3,0 Prozent, gefolgt vom Mittelland (-0,4 Prozent). Höhere Preise wurden indes in der Zentralschweiz (+0,7 Prozent), der Ostschweiz (+0,6 Prozent) oder der Region Zürich (+0,5 Prozent) verzeichnet.

Mieten im Juni gesunken

Alleine im Monat Juni sind die Mieten im Wohnungsmarkt dagegen leicht gesunken. Allerdings ist die Entwicklung laut der ebenfalls am Freitag veröffentlichten Erhebung des Immobilienportals Homegate in den einzelnen Kantonen wie üblich unterschiedlich.

Der Index sank wie schon im Mai um 0,1 Punkte und liegt nun bei 115,4 Punkten. Besonders die Kantone Genf (-0,5 Prozent) und Schwyz (-1 Prozent) stachen heraus. Auf der anderen Seite legten die Mieten im Kanton Zug mit +0,7 Prozent am deutlichsten zu. In den meisten Kantonen verhielten sich die Mietpreise unauffällig.

Deutlichere Änderungen gebe es in den Städten. So verzeichnete beispielsweise Lausanne einen hohen Rückgang um 1,3 Prozent, während in Bern die Preise mit +0,7 Prozent am deutlichsten gestiegen seien.

Der Index wird vom Immobilienmarktplatz homegate.ch in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erhoben. Er misst die monatliche, qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise für neue und wieder zu vermietende Wohnungen anhand der aktuellen Marktangebote. Quelle: www.cash.ch











Donnerstag, 8. Juli 2021

Wohn- und Logistikimmobilien bleiben gefragt

Die Pandemie hat kaum spürbaren Einfluss auf die generelle Nachfrage der Investoren nach Immobilienanlagen, die im Niedrigzinsumfeld und insbesondere auch in unsicheren Zeiten alternativlos bleiben», kommentiert Karl Frank Meinzer, Leiter Real Estate bei EY Schweiz, die Ergebnisse der Studie. «Was sich verändert hat, ist die Fokussierung auf Immobilien, die sich gegenüber der Pandemie als resilienter erwiesen haben», ergänzt Casper Studer, Senior Manager und Immobilien-Experte bei EY Schweiz. Dies treffe insbesondere auf Liegenschaften zu, die für Wohnen und Logistik genutzt werden. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, ihre Portfolios in der Assetklasse Wohnen ausweiten zu wollen.Quelle: Immobilienbrief

Dienstag, 6. Juli 2021

Schweiz macht trotz Bedenken bei der globalen Mindeststeuer mit

30 Länder haben sich auf eine umfassende Steuerreform geeinigt. Dazu gehöre eine globale Mindeststeuer von 15 Prozent, hiess es am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung der Staaten. Die Schweiz schliesst sich dem Projekt «im Sinn der Weiterführung der Arbeiten» an - allerdings mit Vorbehalten. Mehrere EU-Länder machen dagegen nicht mit.

Die Länder hatten unter dem Dach der Industriestaaten-Organisation OECD seit Jahren über eine globale Mindeststeuer verhandelt. Die sieben führenden Industriestaaten (G7) hatten sich zuletzt bereits auf ein Grundgerüst geeinigt - mit einer Mindeststeuer für weltweit tätige Unternehmen von 15 Prozent und einer neuen Verteilung der Steuereinnahmen der 100 grössten und profitabelsten Konzerne zugunsten von Ländern, in denen diese Unternehmen besonders viel Geschäfte machen. Davon dürften vor allem grosse Schwellenländer profitieren. Weiter unter Quelle: www.handelszeitung.ch

Dienstag, 29. Juni 2021

Investoren setzen weiter auf Immobilien in der Schweiz

Zürich – Das Gros der Schweizer Unternehmen, die in die Immobilienwirtschaft investieren, zeigt sich von der Corona-Pandemie nur wenig beeindruckt: 70 Prozent der Befragten geben an, dass ihre Risikobereitschaft nicht abgenommen hat. Die befragten Unternehmen beabsichtigen in inländische und verstärkt auch ausländische Immobilien zu investieren. Dies sind Ergebnisse des aktuellen Asset Management Surveys von EY Schweiz und der Hochschule Luzern. Für die Studie wurden 52 Unternehmen befragt, die einen repräsentativen Querschnitt der Schweizer Immobilienwirtschaft darstellen. Die befragten Unternehmen haben zusammen 248 Milliarden Schweizer Franken in Immobilien investiert.

«Die Pandemie hat kaum spürbaren Einfluss auf die generelle Nachfrage der Investoren nach Immobilienanlagen, die im Niedrigzinsumfeld und insbesondere auch in unsicheren Zeiten alternativlos bleiben», sagt Karl Frank Meinzer, Leiter Real Estate bei EY Schweiz. Und Casper Studer, Immobilien-Experte bei EY Schweiz, sagt: «Was sich verändert hat, ist die Fokussierung auf Immobilien, die sich gegenüber der Pandemie als resilienter erwiesen haben – das trifft vor allem auf Immobilien zu, die für Wohnen und Logistik genutzt werden.» Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, ihre Portfolios in der Assetklasse Wohnen ausweiten zu wollen. Deutlich an Beliebtheit eingebüsst haben hingegen für den Detailhandel genutzte Immobilien, während das Segment der Büro-Immobilien weiterhin stabil in der Investorengunst bleibt. Quelle: moneycab

 

Donnerstag, 24. Juni 2021

Folgen für den Eigentumsmarkt in der Pandemie

Wie in allen anderen Branchen hat Covid-19 seit seinen Anfängen im März 2020 auch in der Immobilienwelt viel Unsicherheit ausgelöst. Der Bereich Wohnen erwies sich jedoch schon vorher als «Betongold».

Es wird immer wichtiger, Platz zum Wohnen zu haben – und weniger wichtig, wie nah der Sitz des Arbeitgebers ist. Die generelle Nachfrage nach Wohnen ist aufgrund coronabedingter Faktoren merklich gestiegen. 
Die Anzahl der Homeoffice–Mitarbeitenden wird sich in den nächsten Jahren deutlich erhöhen. Damit steigt auch der Bedarf an Wohnraum. Weiter wird künftig der Wohnort nicht mehr in der Peripherie des Arbeitsorts liegen müssen, was eine Verlagerung der Nachfrage auf Randregionen lenkt. Es werden somit auch Regionen berücksichtigt, welche ausserhalb der herkömmlichen Zentren liegen. Langfristig könnte dies sogar die Nachfrage in den näheren Agglomerationen verringern.
Ein weiterer wichtiger Faktor sind auch Einsparungen bei den niedrigeren Ausgaben für Ferien, welche sich aufs Haushaltsbudget auswirken – was wiederum mehr Liquidität fürs Wohnen bringen wird. 

Folgen für den Eigentumsmarkt

Infolge der vorher genannten Faktoren haben sich Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser für Wohn- und Ferienzwecke in der Schweiz im vergangenen Jahr verteuert. Die Preisentwicklung war regional breit abgestützt. Im Laufe des Jahres werden die Preise für Eigenheime voraussichtlich weiter steigen. Der Preisanstieg dürfte sich jedoch gegenüber dem Vorjahr etwas verlangsamen.
Die Zinsen sind zudem nach wie vor sehr tief. Aufgrund der hohen Immobilienpreise weichen darum viele in die Peripherie aus, welche dank Corona und Homeoffice deutlich interessanter geworden ist. Einziger Wermutstropfen für viele potenzielle Käufer ist die nach wie vor umstrittene Tragbarkeitsberechnung der Banken. Einerseits ist diese wichtig, damit es nicht zu einer Überschuldung der Kunden kommt, andererseits ist die Hürde mit kalkulatorischen fünf Prozent immer noch sehr hoch gegenüber den aktuellen Zinssätzen. Die verschiedenen Anspruchsgruppen diskutieren dies kontrovers. 
Bei den Einfamilienhäusern klettern die Preise infolge Knappheit in Zentren und direkten Agglomerationen in die Höhe – die Transaktionspreise liegen auf Rekordwerten. Die wichtigsten Bergdestinationen verzeichneten sogar die stärksten Preisanstiege seit 2012. Auch weniger gut erschlossene Feriendestinationen profitieren von diesem Trend. Der Markt ist dank der Alternativlosigkeit infolge Corona nochmals stark angekurbelt worden. Schweizerinnen und Schweizer machen, wenn möglich, Ferien in den eigenen vier Wänden.

Auch der Mietwohnungsmarkt reagiert

Auch im Mietwohnungsbereich ist der Trend nach schöneren, grösseren und neueren Wohnungen ungebrochen. Dabei spielen Faktoren wie die Einsparungen infolge fehlender Alternativen für Ferien u.a. eine entscheidende Rolle. Die Neubautätigkeit hat einen Höchststand erreicht, noch sind aber einige Objekte in Planung/Realisierung.
Die Leerstandsquote ist nach wie vor auf tiefem Niveau, jedoch leicht steigend. Künftig muss sicherlich mit höheren Leerstandsquoten gerechnet werden. Ein Überangebot an Wohnungen führt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch künftig zu sinkenden Marktmieten. 
Aus Investorensicht hat der zu erwartende hohe Leerstand der Kauflust jedoch keinen Abbruch getan. So verteuerten sich 2020 Wohnrendite-Liegenschaften gegenüber dem Vorjahr um knapp fünf Prozent. Gerade die wirtschaftliche Unsicherheit hat die Nachfrage nach diesem wenig zyklischen Immobiliensegment gestützt. Bei Kaufpreisen von Mehrfamilienhäusern ist gesamtschweizerisch von einem leichten Anstieg auszugehen. Allerdings ist an Spitzenlagen das Potenzial für weitere Preiserhöhungen bei den aktuellen Zinsen und Mietpreisen praktisch ausgeschöpft.

Fazit und Quellen

Gesamthaft kann festgehalten werden, dass die tiefen Zinsen, die allgemein noch intakte Wirtschaftslage, das Wohlstandsniveau und das neue Covid-19-Phänomen den Wohnmarkt stark und positiv beeinflusst haben, beziehungsweise weiterhin beeinflussen werden. 

Weiterführende Informationen sind dem Immobilienmarkt-Bericht 2021 der CSL Immobilien, dem Magazin der Credit Suisse CH-Immobilienmarkt 2021 und dem UBS Outlook Schweiz 2021 zu entnehmen.

Dienstag, 22. Juni 2021

Bauboom in der Schweiz: Verdichtungen und energetische Gebäudesanierungen

Statt von einem "Bauboom" spricht man beim Dachverband der Schweizer Bauwirtschaft Bauen Schweiz von "kontinuierlich guter Arbeit". Ein Großteil der Aufträge sind sogenannte Verdichtungen und energetische Gebäudesanierungen. Doch nicht zuletzt wegen niedriger Zinsen investieren Großanleger gern in Bauprojekte wie etwa neue Gebäudekomplexe mit Mietwohnungen.

Die Nachfrage stimmt, obwohl es in einigen ländlichen Regionen Leerstand gibt. In den Städten ist Wohnraum weiterhin Mangelware. Das auch, weil zuletzt die Nettozuwanderung wieder gestiegen ist; haben doch in der Pandemie viele Ausländer, die nach einer gewissen Zeit in der Schweiz das Land eigentlich wieder verlassen wollten, es vorgezogen zu bleiben - vor allem wegen vergleichsweise schwierigeren Arbeitsmarktbedingungen in ihren Heimatländern.

Die Baubranche macht zehn Prozent der Schweizer Wirtschaftsleistung aus und beschäftigt etwa eine halbe Million Fachkräfte. Laut einer aktuellen Konjunkturumfrage ist die Lage im Baugewerbe stabil. Zu einem Problem könnte allerdings die eingeschränkte Verfügbarkeit von Baustoffen und Vorprodukten werden. Übrigens sind die Immobilienpreise in der Schweiz so stark gestiegen wie seit acht Jahren nicht mehr. Quelle: tagesschau

Donnerstag, 17. Juni 2021

Hat die AHV-Einzelrente Einfluss auf die Finanzierung von Wohneigentum

Die Anpassung der maximalen AHV-Einzelrente von 2’370.- auf 2’390.- Schweizer Franken hat auf den ersten Blick keinen Einfluss auf die Finanzierung von Wohneigentum. Oder etwa doch? Der Plafond, der Grenzbetrag, für Verheiratete erhöht sich von 3’555 auf 3’585 Franken. Das sind immerhin 360 Franken pro Jahr. Doch liegt damit mehr Hypothek drin?

Ausgangspunkt ist die sogenannte Tragbarkeitsberechnung, die festlegt, dass die kalkulatorischen Wohnkosten nicht mehr als 33 Prozent des Einkommens ausmachen dürfen. Das bedeutet, dass durch eine jährliche Rentenerhöhung von 360 Franken die Hypothek um 2’400 Franken höher ausfallen kann als vor der Rentenerhöhung.

Wer darüber hinaus die AHV-Rente noch zwei Jahre aufschiebt, beispielsweise weil der Partner oder die Partnerin erst zwei Jahre später das Rentenalter erreicht, erhält eine zusätzliche Rentenerhöhung von 10.8 Prozent. Dadurch kann die Hypothek theoretisch um ganze 15’000 Franken aufgestockt werden. In der Praxis wird dies wohl so kaum geschehen, da nur wenige Finanzierungsanbieter gewillt sind, eine Aufstockung von nur 15’000.- Franken vorzunehmen.

Die Rentenerhöhung hat also aufgrund der Tragbarkeitsberechnung nur einen sehr geringen bis keinen Einfluss auf die Finanzierung. Was jedoch entscheidender ist, ist die Tatsache, dass eine Rentenerhöhung vom Bund vorgenommen wird, um die steigenden Lebenshaltungskosten zu decken. Ob nun diese marginale Rentenerhöhung die höheren Kosten im Alter abfedern kann, sollte kritisch hinterfragt werden. Nebst den höheren Lebenshaltungskosten im Alter sollten die effektiven Wohnkosten berücksichtigt werden. Diese können Stand heute nur geschätzt werden, da weder der Hypothekarzinsmarkt noch die Mietkosten so weit im Voraus verlässlich kalkuliert werden können. Dies bestätigt wieder einmal mehr das die eigene Verantwortung für den Ruhestand steigt, heisst also, dass jede Person sich wesentlich früher als erst bei der Pensionierung Gedanken machen muss, um ihre Altersvorsorge rechtzeitig aufzugleisen. Quelle: moneypark.ch









Dienstag, 15. Juni 2021

Bis ans Lebensende im Eigenheim leben

Eigentümer und Eigentümerinnen wollen im Idealfall bis ans Lebensende im Eigenheim leben und dabei auch möglichst niedrige Wohnkosten haben. Hat man frühzeitig die richtige Strategie zur Amortisation und das richtige Vorsorgekonzept gewählt, kann das gelingen. Die monatlichen Kosten für die Hypothek nach der Pensionierung sind dann überschaubar und sollten geringer ausfallen als die Miete eines vergleichbaren Objekts. So sieht zumindest der Idealfall aus.

Die Altersvorsorge richtig zu planen und zusätzlich noch ein Eigenheim zu haben, kann in der Tat eine Herausforderung sein. Sobald man in den Ruhestand tritt, also pensioniert ist, sinkt das Einkommen zum Teil stark und man verdient bis zu 50 Prozent weniger als zuvor. Dann kann es bei der Hypothek nach der Pensionierung mitunter eng werden. Problematisch wird es, wenn der Hypothekarnehmer die Tragbarkeitsanforderungen seiner Bank nicht mehr erfüllt. In der Regel dürfen die Hypothekarzinsen plus Nebenkosten in Höhe von einem Prozent des Objektwerts maximal ein Drittel des Einkommens ausmachen. Im schlimmsten Fall muss das Eigenheim verkauft werden. Damit das sicher nicht passiert, ist es immens wichtig, das Vorsorgekonzept zusammen mit der Hypothekarstrategie genau unter die Lupe zu nehmen und sorgfältig zu planen.

Im besten Fall macht man sich von Anfang an Gedanken, wie man die Hypothekarschuld bis zur Rente auf ein möglichst niedriges Niveau senkt. Mit der richtigen Strategie und guten Amortisationsplänen – im Rahmen des Vorsorgekonzepts – lässt sich die Hypothek meist soweit zurückzahlen, dass die Kosten der Hypothek nach der Pensionierung möglichst gering ausfallen und das Eigenheim bis zum Lebensende bewohnt werden kann.

Häufig wird für die Rückzahlung eine indirekte Amortisation gewählt. Bei dieser Form der Amortisation bleibt die Höhe der Hypothekarschuld über die gesamte Laufzeit gleich hoch und dementsprechend auch die zu zahlenden Hypothekarzinsen. Denn anstatt regelmässig Tranchen an den Hypothekargeber zu zahlen und die Hypothekarschuld so kontinuierlich zu verringern, wird der Betrag in eine Altersvorsorgelösung der Säule 3a oder/und 3b eingezahlt. Das bietet zwei Vorteile: Sowohl die Zinszahlungen als auch die Einzahlungen in das Vorsorgekonzept (3a/3b) lassen sich steuerlich geltend machen. Das so angesparte Geld kann dann später verwendet werden, um die Hypothek zurückzuzahlen. Im Idealfall wird so kalkuliert, dass die Hypothek im Alter nach der Amortisationszahlung so niedrig ist, dass die Zinszahlungen keine Hürde mehr darstellen.

Letztlich hängt die richtige Vorgehensweise und das richtige Vorsorgekonzept immer von der eigenen Lebens- und Finanzsituation ab und kann sich mitunter schlagartig ändern. Umso wichtiger ist es, von Anfang an eine gute Strategie zu entwickeln, die möglichst viel Flexibilität bietet. Auf diese Weise ist das Eigenheim auch im Alter eine gute und machbare Wohnform. Quelle: moneypark.ch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 10. Juni 2021

Der Weg zum Eigenheim für Junge Menschen

Im Land der Mieter ist der Traum vom Eigenheim stark verbreitet - ein schöner Teil der Schweizer Bevölkerung möchte ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung haben. Auch die meisten Jugendliche träumen vom Eigenheim: 77 Prozent gaben im Jahr 2000 in einer Umfrage an, sie wollten später eine Immobilie besitzen.

Doch dieses Ziel lässt sich in der Schweiz immer häufiger erst im gesetzten Alter verwirklichen - wenn überhaupt. Das geht aus einer neuen Analyse der Credit Suisse hervor.

Hohe Preise, schwierige Finanzierung

Die Immobilienpreise steigen seit Jahren, und es werden heute vielerorts Preise verlangt, die sich Normalverdiener kaum mehr leisten können. Gerade junge Menschen verdienen meistens noch nicht sehr viel. 

Der Traum vom Eigenheim in jungen Jahren scheitert oft an einem weiteren Grund: Die Finanzierung. Obwohl die Hypothekarzinsen äusserst tief sind, vergeben die Banken die Kredite nur zurückhaltend: Das böse Wort heisst Tragbarkeitsregeln.

Erstaunlich viele junge Hausbesitzer

Der Weg zum Eigenheim ist für Junge also steinig. Doch erstaunlicherweise besitzen dennoch 55 Prozent der Wohneigentümer zwischen 30 und 40 Jahren ein eigenes Haus. Verblüffend, den Häuser sind teurer und sollten eigentlich schwieriger zu finanzieren sein.

Doch in vielen dieser Fälle hat sich die Hürde gar nicht gestellt: Die jungen Hausbesitzer kamen über eine Erbschaft zu ihrer Immobilie.

So besitzen heute vor allem ältere Menschen die Schweizer Eigenheime. Und diese Generation der Babyboomern gibt ihre Immobilien nun allmählich an jüngere Generationen weiter. Am einfachsten lässt sich der Traum vom Eigenheim in jungen Jahren daher heute sicherlich über eine Erbschaft realisieren.

«Das hilft, das Angebot zu erhöhen»

"Zum Glück gibt die Generation der Babyboomer ihre Einfamilienhäuser nun zunehmend an ihre Kinder und Enkel weiter. Das hilft, das Angebot zu erhöhen", sagt Credit-Suisse-Immobilienexperte Fredy Hasenmaile. "Denn es wird heute zu wenig gebaut, um die hohe Nachfrage zu befriedigen. Gerade die mittleren Generationen in der Schweiz haben heute ein kleinere Chance als früher, im freien Markt zu Wohneigentum zu kommen", so Hasenmaile.

Quelle:  https://www.cash.ch/news/politik/immobilien-erben-ist-fuer-junge-menschen-oft-der-einzige-weg-zum-wohneigentum-1773918

 

 

Dienstag, 8. Juni 2021

Rentable Investments gesucht

Vielerorts in der Schweiz sinken die Wohnungsmieten, dessen ungeachtet sind viele Investoren weiterhin bereit, für Mehrfamilienhäuser mangels Anlagealternativen sehr hohe Preise zu bezahlen. Mit Blick auf die ökonomische Nachhaltigkeit solcher direkten oder indirekten Investments stellt sich indes die Frage, wie sinnvoll das Bezahlen immer höherer Preise für immer tiefere Erträge in einem vermeintlich sicheren Marktsegment auf die Dauer sein kann – selbst wenn sich vorerst keine Änderung des Zinsregimes abzeichnet. Die Suche nach rentableren Immobilienanlagen, auch im Ausland, liegt da nahe. Als attraktive Immobilieninvestments gelten Marktsegmente, denen (noch) eine stabile Nachfrage attestiert werden kann – aktuell etwa Studentenunterkünften. Aufgrund stetig steigender Studentenzahlen und des grösstenteils bestehenden Unterangebots an bezahlbaren Unterkünften in Universitätsstädten ist die Assetklasse Student Housing ein seit mehreren Jahren wachsender Investmentmarkt. Daran hat auch die Corona-Krise nichts Wesentliches geändert.

Wie Catella Research berichtet, war die Nachfrage nach Studentenunterkünften 2020 in den meisten europäischen Ländern kaum rückläufig und die Investitionsbereitschaft blieb stabil. Mehr zum «Wachstumsmarkt Student housing» und zu weiteren Themen auf den folgenden Seiten. Quelle: https://www.immobilienbusiness.ch

 

 

Donnerstag, 3. Juni 2021

Motel a Miio kommt in die Schweiz

Die deutsche Design-Marke Motel a Miio hat in der Liegenschaft Schifflände 5 in der Innenstadt von Zürich 205 qm Verkaufsfläche angemietet. Das Unternehmen will dort seine erste Schweizer Filiale eröffnen. Motel a Miio verkauft hochwertige Keramik-Waren, die umweltfreundlich und nachhaltig in Portugal produziert werden. Das Gebäude im Niederdorf nahe dem Bellevue befindet sich in einem Einkaufs- und Gastroquartier, wo unter anderem auch die Filialisten Papa Joe’s, Dune sowie Joe & The Juice zu finden sind. Die Retail-Fläche wurde von SPG Intercity Zurich im Auftrag des Immobilien-Eigentümers vermittelt. Die Eröffnung des ersten Motel a Miio Ladens auf Schweizer Boden ist für den 17. April 2021 geplant. Quelle: www.immobilienbusiness.ch

Dienstag, 1. Juni 2021

Immobilienmesse IMMO wird unabhängig

Die Fachmesse IMMO findet künftig unabhängig von der Finanzmesse statt. Hintergrund sind nach Veranstalterangaben Planungsunsicherheiten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.

Im kommenden Jahr wird die Schweizer Immobilienmesse für Investoren IMMO ihr zehnjähriges Bestehen feiern und zugleich unabhängig und räumlich getrennt von der Finanzmesse stattfinden. Das teilt der Veranstalter mit. Man habe sich zu dem Schritt «infolge anhaltender Planungsunsicherheiten und weiterhin geltenden restriktiven Bestimmungen in Zusammenhang mit Covid 19» entschieden.

Nach dem erfolgreichen Verlauf der IMMO21, die pandemiebedingt als Online-Event durchgeführt wurde und mit 93 Gesellschaften einen Ausstellerrekord verzeichnete, wolle man das hybride Veranstaltungskonzept weiter ausbauen, heisst es weiter. Auch in Zukunft soll der Begleitkongress IMMO Forum live über die Messewebsite übertragen werden. Für das französischsprachige Publikum ist ab dem kommenden Jahr zudem eine Synchronübersetzung geplant. Das diesjährige IMMO Forum im Januar hatte über 4.000 Zuschaltungen zu der Liveübertragung verzeichnet.

Der Branchenanlass, der mittlerweile als grösste Schweizer Messe für professionelle inländische und ausländische Immobilienakteure gilt, wird am 19. und 20. Januar 2022 in der Halle 622 in Zürich Oerlikon stattfinden. Organisatoren sind MV Invest und der Swiss Circle.Quelle: www.immobilienbusiness.ch

Donnerstag, 27. Mai 2021

Neubau oder Altbau kaufen

Neubau bietet grundsätzlich den Vorteil, dass sich die Liegenschaft in einem guten baulichen Zustand befindet. Es besteht in der Regel kein Sanierungsbedarf, wodurch die Unterhaltskosten für den Vermieter gering ausfallen. Ausserdem weisen neu errichtete Immobilien eine wesentlich bessere energetische Qualität auf. Da der Kaufpreis bei neuen Liegenschaften aber höher liegt, ist die Mietrendite meist niedriger als bei Bestandsimmobilien. Daher ist stets abzuwägen, ob sich der Kauf lohnt und welche Renditeerwartungen man hat.

Bei gebrauchten Immobilien und Altbauten können schnell ungeplante Kosten auftauchen. Wenn die alte Heizung erneuert werden muss oder die Fenster auszutauschen sind, steigen die Kosten in die Zehntausende. Empfehlenswert sind solche Objekte dennoch, wenn die Rechnung stimmt. Für Unterhaltskosten sind bei älteren Gebäuden höhere Summen einzuplanen als bei einem Neubau. Setzen Sie bei Ihrer Rechnung daher realistische Zahlen an, wenn Sie die Mietrendite ermitteln. Der bauliche Zustand sollte sich im Kaufpreis der Immobilie widerspiegeln.

Dienstag, 25. Mai 2021

Welche Immobilien eignen sich als Kapitalanlage?

Nicht jede Liegenschaft ist als Kapitalanlage geeignet. Welche Immobilien Anlage tatsächlich lukrativ ist, hängt von einer Vielzahl an Faktoren ab. Grundsätzlich aber lässt sich feststellen, dass einige Immobilienarten eine bessere Rendite generieren als andere. Die folgende Übersicht zeigt Ihnen, welche Art von Liegenschaft das bessere Renditepotenzial verspricht:
  • Einfamilienhaus als Kapitalanlage: Wenn Sie ein Haus vermieten, ist die Mietrendite unterm Strich meist ernüchternd. Der Grund dafür sind vergleichsweise hohe Unterhaltskosten, für die der Besitzer alleine aufkommen muss. Anders als beim Stockwerkeigentum lassen sich die Kosten der Liegenschaft nicht zwischen mehreren Eigentümern aufteilen. Zudem fällt das Verhältnis von Kaufpreis zu Mietzins bei einem Einfamilienhaus in der Regel weniger günstig aus als z. B. bei einer Eigentumswohnung. Der Hauskauf als Kapitalanlage ist daher nur in seltenen Fällen zu empfehlen.
  • Wohnung als Kapitalanlage: Mit der Vermietung einer Wohnung lässt sich häufig eine bessere Rendite verdienen als bei einem Einfamilienhaus. Wenn Sie eine Wohnung vermieten wollen, sollten Sie aber trotzdem die Mieterträge den Kosten gegenüberstellen. Dazu gehören z. B. Rückstellungen im Erneuerungsfonds, Altersentwertung und Renovationskosten.
  • Mehrfamilienhaus kaufen als Kapitalanlage: Durchschnittlich am besten fällt die Rendite bei vermieteten Mehrfamilienhäusern aus. Bei Gebäuden mit mindestens fünf Wohneinheiten relativiert sich der Aufwand für die Verwaltung und andere Kosten. Wer ein Mehrfamilienhaus als Kapitalanlage kaufen möchte, braucht aber auch ein grösseres Budget.
  • Gewerbe als Kapitalanlage: Gewerbeobjekte sind Risikoinvestments. Mit einer höheren Renditechance geht mit gewerblich genutzten Liegenschaften auch ein höheres Verlustrisiko einher. Quelle: immoverkauf24